Neubau von Küche und Speisesaal

44 Jahre ist das Gebäude alt, in dem sich Küche und Speisesaal des Kinderheims befinden. Heute ist es marode und muss dringend saniert werden. Über vier Jahrzehnte wurde hier mit Brennholz gekocht, so wie es in weiten Teilen Afrikas üblich ist. Das Kochen mit Brennholz verursacht gesundheitliche Schäden und ist zudem umweltbelastend.

Derzeitiger Zustand des Gebäudes

Zukunft für Bweyas Kinder (ZBK) hat gemeinsam mit Children Safe Uganda (CSU) Anfang 2017 mit der Planung für den Neubau des Gebäudes begonnen. Die Aufgaben sind klar verteilt. ZBK gewährleistet die Finanzierung, CSU ist für die Bauausführung zuständig. Bei der Planung und Abwicklung des Neubau-Projektes arbeiten beide Organisationen Hand in Hand. Der von beiden entwickelte Sanierungsplan erfüllt die Anforderungen für die zukünftige Nutzung.

Geplanter Grundriss des Mehrzweckgebäudes

Das Gebäude wird vollständig bis auf das Fundament entkernt. Auch die Energiezufuhr wird auf einen modernen Stand gebracht. Das Dach des Gebäudes soll mit Photovoltaik bedeckt werden, die gewonnene Sonnenenergie reicht dann nicht nur zum Kochen aus, sie versorgt auch das gesamte Kinderheim mit Strom – und möglicherweise ein paar Nachbarhäuser gleich mit. In der neuen Küche sollen künftig nicht nur die Mahlzeiten des Kinderheims zubereitet werden, sondern auch Köche ausgebildet werden. Mit einem Catering-Service könnte ein Einkommen generierendes Projekt angestoßen werden, dessen Einkünfte dem Kinderheim zu Gute kommt.

Die voraussichtlichen Kosten des Neubaus belaufen sich derzeit auf ca. 39.000 Euro, hinzu kämen die Ausgaben für die Einrichtung der Küche sowie die Installation der Photovoltaikanlage. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) übernimmt, unter bestimmten Voraussetzungen, 25.000 Euro der Finanzierung. Den restlichen Eigenanteil von 14.000 Euro hat ZBK mit Hilfe von Spenden bereits zusammenbekommen. Insbesondere hat hierbei eine Sonderspende der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Erkrath “Treffpunkt Leben” geholfen. Ein Team dieser Gemeinde möchte zudem im Sommer 2020 nach Bweya fahren und die Arbeit des Kinderheims vor Ort unterstützen.

Übergabe der Sonderspende der EFG Erkrath “Treffpunkt Leben” an Rainer Finken

Geplant ist, den Antrag auf Förderung im Frühjahr 2020 beim BMZ einzureichen. Wir hoffen, die Bewilligung des Zuschusses im weiteren Verlauf des Jahres zu erhalten, um zeitnah mit der Sanierung des Gebäudes beginnen zu können.